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Nostalgie-Archiv

 

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Das war die
ÖMT-Herbsttagung 2005

5.-6. November 2005 in Salzburg

Als Rahmenprogramm der zweitägigen Veranstaltung waren wir Gast
bei der Salzburg AG mit der Salzburger Lokalbahn SLB und dem StadtBus.

Nach der Tagung am Samstag stand am Abend eine Exkursion in die Remise, Werkstätte und Leitstelle des O-Busbetriebes und eine O-Bus-Sonderfahrt auf dem Programm.

Unser Sonder-O-Bus vor der Abfahrt (Bild links). In der O-Bus-Werkstätte war der vorbildlich aufgearbeitete O-Bus-Anhänger Nummer 31 zu besichtigen (Bild Mitte). In der O-Bus-Leitstelle kann der gesamte StadtBus-Betrieb gesteuert werden (Bild rechts).

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Am Sonntag Morgen wurde für den ÖMT eine Sonderfahrt mit der Salzburger Lokalbahn nach Lamprechtshausen und Trimmelkam und anschließend eine Remisen- und Werkstättenführung in Salzburg Itzling durchgeführt.

(1) Der ÖMT-Sonderzug war auf der Zugzielanzeige (Abfahrt 9:15 Uhr) im unterirdischen Lokalbahnhof in Salzburg Hauptbahnhof angekündigt. (2) Der Sonderzug mit dem MBC 3 (Baujahr 1908) und den beiden Beiwagen KBE BCL 162 (grün) und SEuTG BC 109 (rot) in Salzburg LB. (3)(4) Der Zug auf der Strecke. (5) Der Sonderzug mit dem MBC 3 in Lamprechtshausen mit den Zielschild "Berchtesgaden" neben dem Planzug mit Triebwagen Nr. 52. (7) Im Hallenbahnhof Trimmelkam, welcher am Tag Bahnhof in der betriebslosen Zeit Fahrzeugabstellhalle ist. (8) Selbst das Rind nimmt den Sonderzug interessiert zur Kenntnis. (9) Der Sonderzug von hinten mit dem BC 109 am Zugschluß. (10) In der Werkstätte in Itzling. (11) In der Remise ist auch die 770.86 abgestellt. (12) Der SKGLB-Waggon wartet auf die Aufarbeitung.

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Zum Vergrößern bitte auf das jeweilige Bild klicken!

Die vorbildliche Organisation dieser Veranstaltung haben wir Herrn Direktor Gunter Mackinger zu verdanken, der einem wirklich modernen Eisenbahn-Musterbetrieb vorsteht. Herzlichen Dank ihm und seinen Mitarbeitern.

Verband Österreichischer Museums- und Touristikbahnen gegründet

Am 30. Oktober 2004 fand in Mariazell, nach langer Vorbereitungsarbeit, die Gründungsversammlung des „Verbandes Österreichischer Museums- und Touristikbahnen“ (ÖMT) statt. 

Der Verband ist die Interessenvertretung aller in Österreich tätigen Vereine und Gesellschaften, welche sich mit der Erhaltung und dem Betrieb von Museums- und Touristikbahnen beschäftigen. Er berät und unterstützt seine Mitglieder bei ihrer Tätigkeit und in der Öffentlichkeitsarbeit und vertritt die gemeinsamen Interessen gegenüber Behörden und Infrastrukturbetreibern. Hierdurch soll der kultur- und technikgeschichtlich wertvollen Arbeit der Mitglieder Rechnung getragen und der Schienenverkehr allgemein gefördert werden. 

Im Verband sind sowohl historische Vollbahnen, normal- und schmalspurige Lokal- und Straßenbahnen, als auch historische Feld- und Industriebahnen, vertreten. 

Der Vorstand des ÖMT nach seiner ersten gemeinsamen Ausfahrt auf der Museumstramway Mariazell im rekonstruierten Wiener Triebwagen der Type G2Nr. 2067 - im Lieferzustand Baujahr 1907: Finanzreferent Ing. Siegfried Rott (Waldviertler Schmalspurverein), Verbandssekretär Dr. Werner Schiendl (Niederösterreichische Lokalbahnen), Finanzreferent-Stellvertreter Ing. Karl Wasinger (Martinsberger Lokalbahnverein), VerbandsvorsitzenderStellvertreter Rupert Gansterer (Eisenbahnmuseum Strasshof) und Verbandsvorsitzender Alfred Fleissner (Museumstramway Mariazell) [von links nach rechts]. Foto: Helmut Portele

 

Die Triebwagen 2067 Type G2 und der 2362 Type K als Versuchstriebwagen für die neu elektrifizierte Wiener Stadtbahn mit Scherenstromabnehmer und Druckluftbremseinrichtung im Reko-Zustand 1925, bei der Präsentationsfahrt anlässlich der Gründungsversammlung des ÖMT, am derzeitigen Ende der elektrifizierten Strecke der Museumsbahn Mariazell. Foto: Helmut Portele

Museumstramway Mariazell elektrifiziert !

Unter dem Motto "Tram Tam Tam" fand am Samstag, 16. Juni 2001 ab 10 Uhr das Fest zum 25 jährigen Jubliäum der "Museumstramway Mariazell" statt, bei dem gleichzeitig die Aufnahme des elektrisches Betriebes erfolgte.

Wiens erste elektrische Garnitur: Triebwagen Type A & Beiwagen Type q

Die Sensation war jedoch die Auferstehung der bereits als verloren geglaubten ersten elektrischen Garnitur Wiens aus dem Jahre 1897, welche in diesem Zusammenhang der Öffentlichkeit in Betrieb präsentiert wurde.

                                            

Durch die Rekonstruktion eines aufgefundenen Original Wiener A-Fahrgestell und des dazugehörenden q-Beiwagen, welcher als Gartenhaus endete, konnte von der osteuropäischen Vertragswerkstätte der "MT Eisenbahnbedarf HandelsgmbH" Mariazell (Geschäftsführer Alfred Fleissner) der A-Triebwagen Nr.7m - gebaut 1896 in Graz - und des Beiwagen Type q  BBG-Nummer 1020 (gebaut 1884 in Simmering als Pferdebahnwagen der WT  Nr. 623 - BBG  Type q Nr. 1020 - WStB Nr. 1446, im Jahre 1917 an die Grazer Straßenbahn abgegeben) für die Nachwelt gerettet werden.


Der A-Triebwagen 7m vor der Fertigstellung in der Werkstätte und am Eröffnungstag in seiner ganzen Schönheit.


Der A  7m auf der neu elektrifizierten Strecke und das Wageninnere.

Der q-Beiwagen als erste Beiwagentype für den elektrischen Betrieb in Wien im Jahre 1897. Auch ein Schmuckstück.

Weiters konnte der restaurierte Triebwagen CMg 1607 der ehemaligen Wiener Stadtstrecke der Lokalbahn Wien-Preßburg und auch der vorbildlich restaurierte Wiener Triebwagen der Type H  Nr. 2229 in Betrieb bewundert werden. 

                                            

Der LWP-Triebwagen CMg 1607 (über die Geschichte des CMg 1607 lesen Sie  unter "50 Jahre VEF" im nachstehenden Beitrag) und der H 2229 auf der Strecke und an der derzeitigen Endstelle des elektrifizierten Streckenteils.

 

1950 – 2000:                        

  50 Jahre
Verband der Eisenbahnfreunde

Am Freitag, den 3. Februar 1950 also vor über 50 Jahren - fand die Gründungsversammlung des Verbandes der Eisenbahnfreunde (VEF) statt, nachdem der Verband bereits am 7. Mai 1947 von Elfried Schmidt proponiert wurde. 

Die Zielsetzung des VEF war in den Vereinsstatuten wie folgt zu lesen:
Der Verband hat es sich zur Aufgabe gemacht, die vielen Freunde der Eisenbahn, ob Fachleute oder Laien, zu sammeln und in ihren Bestrebungen zu unterstützen. Da es allgemein (damals) schwierig ist (war), Unterlagenmaterial über das Eisenbahnwesen zu erhalten, soll den Mitgliedern des Verbandes die Möglichkeit offen stehen durch eisenbahntechnische Vorträge, durch Exkursionen und durch Einsicht und Erwerb von Lichtbildern (komplette Typensammlungen) und Zeichnungen ihr Wissen auf dem Gebiet des Eisenbahnwesens zu erweitern und zu vertiefen.“
 

Elfried Schmidt der Gründer und Motor des VEF war bis zu seinem, durch einen Verkehrsunfall verursachten, Ableben am 24. September 1956 Verbandssekretär und hat sich speziell durch den Aufbau eines österreichischen eisenbahntechnischen Bildarchivs, als hervorragender Eisenbahn-Fotograf  - über 2000 Typen-Fotos auf Großformat-Negativen und weitere 2300 Betriebsaufnahmen nach der sogenannten „Wiener Schule der Eisenbahnfotografie“ -  und durch die Rettung des Gleichstromtriebwagens ET 4924.05 ex CMg 1607 der Wiener Stadtstrecke der ehemaligen Lokalbahn Wien-Preßburg und des ehemaligen Hofsalontriebwagens Nummer 200 der Wiener Lokalbahnen WLB, verdient gemacht.  

                          

Der Gleichstromtriebwagen ÖBB ET 4924.05 (später wieder LWP CMg 1607) vor der Übernahme durch den VEF im Jahre 1954 vor der Lokremise in Groß Schwechat. Dahinter der ET 4924.03 (ex CMg 1605) [linkes Bild].Der Hofsalonwagen WLB 200 noch vor dem Kauf durch den VEF [rechtes Bild].

Der ÖBB-Triebwagen 4924.05 wurde im Jahre 1954 von den ÖBB um einen Anerkennungsbetrag von zehn Schilling (offiziell per Ausscheidungsdatum 25. September 1954) gekauft. Der WLB-Hofsalonwagen 200 wurde im Jahre 1955 von den WLB um den Schrottpreis von 5000 Schilling (offiziell per 26. September 1955) erworben. Damit war der Grundstock für die Schienenfahrzeugsammlung des VEF gelegt.

                         

                         

Beide Wagen bei der Überstellung zum Aufstellungsplatz im WLB-Bahnhof Wien-Wolfganggassse am 5. Oktober 1955 und beim Übergabefestakt. Generaldirektor Hofrat Dr. Maximilian Schantl bei der Ansprache,  rechts hinter ihm Verbandssekretär Elfried Schmidt und Geschäftsführender Vizepräsident des VEF Dr. Fritz Karner, Pressechef der ÖBB. Unter den Zuhörern in der ersten Reihe Mitte, Werberefernt Alois Ployer, Gründer und Verleger der Zeitschrift "Eisenbahn".

Diese beiden Triebwagen wurden am Samstag, den 8. Oktober 1955 auf ihrem neuen Standort hinter der Remise der Wiener Lokalbahnen in der Eichenstraße - vom damaligen Präsidenten des VEF, Generaldirektor Hofrat Dr. Maximilian Schantl, den Mitgliedern als Verbandsheim für Zusammenkünfte übergeben.

                          

Die Aufstellung der Wagen hinter der WLB-Remise Wolfganggasse mit Zugang von der Eichenstraße aus [Bild links]. Im Wageninneren des WLB 200 an einem Verbandsabend. Viele bekannte Gesichter sind zu sehen: zum Beispiel ganz rechts vorne der jetzige Verbandspräsident Mag. Alfred Luft.

Nach dem Tod des Gründers des VEF, Verbandssekretär Elfried Schmidt, hat der damalige Schriftführer Helmut Portele dessen Aufgaben übernommen, den Verband reorganisiert und neue Ziele definiert.

Die Schwerpunkte des neuen Arbeitsprogramms lagen im Aufbau einer Dokumentation des österreichischen Eisenbahnwesens - auch durch Erhaltung von Originalfahrzeugen samt dazugehöriger Betriebseinrichtungen - und im Betreiben einer aktiven Verkehrspolitik mit Interessenvertretung der Fahrgäste. Bereits im Jahre 1957 hatte er eine Liste aller historisch und konstruktiv wertvoller Schienenfahrzeuge erarbeitet, die auch die Grundlage zur Erhaltung im Rahmen des Österreichischen Eisenbahnmuseums (ÖEM) wurde.

                         

Fahrzeugsicherung für das Österreichische Eisenbahnmuseum: Hinterstellung der Sammlung in der Zugförderung Wien-Süd - bereits ohne Heizhaus. Dieses wurde, um es nicht erhalten zu müssen, einfach abgerissen. Dadurch standen die Fahrzeuge plötzlich im Freien (1967).

Neben der Sicherung von Triebfahrzeugen - damals hauptsächlich Dampfloks - für das ÖEM, legte er besonderen Wert auf die Erhaltung von Wagen, denn ein Eisenbahnzug besteht ja nicht nur aus Lokomotiven. Die ersten Vollbahn-Reisezugwagen – ex StEG Ci 1018,  kkStB Cu 9424 und der Dienstwagen De 15151 – konnten in den Museumsstand des ÖEM übernommen werden. Und auch die ersten Wagen von der GKB – die bekannten Südbahn-Flachdachwagen – und später auch Wagen von den StLB, Stern & Hafferl, von den ÖBB (ex KFNB, ÖNWB, StEG,  EWA, kkStB und BBÖ), und zwar nicht nur Zweiachser, sondern auch die ersten Vierachser-Reisezugwagen, Speise- und Schlafwagen, von der Österreichischen Post der Dreiachser F3h 83000 und auch der ehemalige Informationswagen des Tourismusverbandes für Wien - wurden von ihm in die Wagensammlung des VEF eingereiht.

                           

Wagensammlung in der Zugförderung Wien-Franz-Josefs-Bahnhof im Jahre 1970: Zur provisorischen Sicherung wurden beschädigte Fenster mit starker Baufolie verschlossen, teilweise auch ganze Wagen "eingepackt". Hier der ÖBB 36 080 ex EWA Ci 1154, Baujahr 1918. Dahinter der Stern&Hafferl Bi 24 203 ex kkStB Ci 9624, ein typischer Lokalbahn-Personenwagen [Bild links]. Der weit ab von Bahngleisen in Auhof aufgestellte Informationswagen der Stadt Wien - ex ÖBB Bi 46 002 / ÖNWB C 70 607 - wurde für die Wagensammlung, mittels Straßenroller in der Nacht vom 29. auf den 30. April 1974, wieder ins ÖBB-Netz gebracht [Bild rechts]

Von diesen konnten mehrere Wagen betriebsfähig für Sonderfahrten und Filmaufnahmen verwendet werden. Weiters wurden von den Steiermärkischen Landesbahnen - durch Vermittlung von Dipl-Ing.Gerhard Mayr (ihm ist auch die Erhaltung des ehemaligen Pferdebahnwagens s2 1504 in Wien zu verdanken) - nach der Umstellung der Lokalbahn Peggau-Übelbach auf Wechselstrom 15kV/16,66 Hz beide Triebwagen Te 1 & Te 2 vom VEF übernommen und der jüngere aus 1928 als Klubwagen für die Zweigstelle Graz verwendet, der Wagen aus dem Jahre 1919 – mit wunderschönem Innenraum aus Mahagoni-Holztäfelung – ging leider in den Siebziger-Jahren, gemeinsam mit einigen Personenwagen, verloren.  

Leider haben auch beim VEF, wie bei vielen Vereinen, Störenfriede eine gewisse Tradition. Hier klingt immer noch die Kritik am Arbeitsprogramm in den Ohren: „Fahrzeugerhaltung soll das Österreichische Eisenbahnmuseum, Verkehrspolitik sollen die Abgeordneten im Parlament machen“. Es gab und gibt immer nur ein paar Mitglieder, die wirklich für die Vereinsziele aktiv arbeiten und immer einige Wenige, welche alles, was die wirklich aktiven Mitarbeiter leisten, nur negativ kritisieren – oder, wenn die Arbeit erfolgreich ist, sich selber als Urheber bezeichnen. Denn: „Der Erfolg hat viele Väter“ aber „der Misserfolg ist ein Waisenkind“! 

Vor 40 Jahren: 1960 Die zweite Rettung von CMg 1607 und WLB 200

Durch die exponierte Aufstellung der Klubwagen hinter der Remise der WLB, waren die Fahrzeuge leider sehr der Witterung ausgesetzt und litten im Laufe der Zeit sichtlich darunter. 

Als die Aufstellungsfläche der Klubwagen hinter der WLB-Remise zu Beginn des Jahres 1960 dem VEF gekündigt wurde, ergriffen einige Vorstandsmitglieder die Gelegenheit um die Wagen loszuwerden. Sie behaupteten, dass die Wiedereingleisung der vom Gleisnetz abgetrennten, auf  kurzen Gleisstücken quer zur Gleisachse der Betriebgleise stehenden Fahrzeuge, aus finanziellen Gründen nicht möglich wäre und diese daher an Ort und Stelle verschrottet werden müssten. Der Schrotthändler, der dies durchführen würde, war auch schon organisiert. Man hätte alle Möglichkeiten geprüft und wäre leider zu dieser Erkenntnis gekommen. Dies wurde ohne Kontaktaufnahme mit dem für die Klubfahrzeuge zuständigen damaligen Verbandssekretär Helmut Portele an den Verbandsvorstand berichtet und dieser beschloss darauf, gegen die Stimme von Portele, die Verschrottung. 

Portele gab sich mit dieser Entscheidung jedoch nicht zufrieden und ging zum damaligen Wiener Bürgermeister Franz Jonas und organisierte, dass die Wiener Berufsfeuerwehr die Wiedereingleisung der Klubwagen CMg 1607 und WLB 200 im Zuge einer Übung kostenlos durchführte. 

Nur der ebenfalls historisch interessante vierachsige ÖBB-Personenwagen C4i 42000 (ex Kremstalbahn), welcher Eigentum des „Ersten Österreichischen Eisenbahn-Modellbahn-Clubs“ war, konnte nicht gerettet werden. 

Am 23. Mai 1960 wurde der CMg 1607 und am 24. Mai 1960 der WLB 200 wieder eingegleist und damit vor der Verschrottung gerettet.

                              

                                      

                              

Wiedereingleisungsarbeiten der Wiener Berufsfeuerwehr am 23. & 24. Mai 1960 im WLB-Bahnhof Wien-Wolfganggasse.

Am 29. Juni 1960 erfolgte schließlich die Überstellung von der WLB-Remise Wien-Wolfganggasse über Inzersdorf – Maxing – St. Veit an der Wien und Penzing, in den ÖBB-Bahnhof Hütteldorf-Hacking (heute Wien-Hütteldorf) wo sie auf einem von den ÖBB gemieteten Gleisstück am Bahnsteig 5 abgestellt wurden und weiterhin als Klubwagen für die wöchentlichen Zusammenkünfte dienten.

                            

Überstellung der Klubwagen durch die Wiener Lokalbahnen am 29. Juni 1960 mit WLB-Triebwagen 227 und WLB-Dampflok Nr. 71

                            

An einem Dienstagabend in den Jahren 1960-69 im Bahnhof Hütteldorf-Hacking:  Die VEF-Klubwagen erfreuen sich regen Zuspruchs.

Nach neun Jahren Klubbetrieb im Bahnhof Hütteldorf-Hacking wurden dann, nach Kündigung des Hinterstellungsplatzes wegen vorgesehener Umbauarbeiten der Gleisanlagen durch die ÖBB, die Wagen am 25. April 1969 auf dem umgekehrten Weg über die WLB wieder ins Wiener Straßenbahnnetz überstellt und landeten endlich vom Wetter geschützt in der Halle 4 des WVB-Betriebsbahnhofes Ottakring wo das „Wiener Tramwaymuseum“ untergebracht war.

                      

                     

Die Rücküberstellung am 25. April 1969 ins Wiener Straßenbahnnetz von Hütteldorf-Hacking über Maxing zur WLB mit der ÖBB 52.6891, der WLB-81 und dem WLB-Triebwagen 226. Von der WLB  nach Ottakring erfolgte die Überstellung mit dem M 4101. 

Die „Arbeitsgruppe VEF-Fahrzeugerhaltung“ 

Im Jahre 1969 konnte auch endlich die von Helmut Portele initiierte „Arbeitsgruppe VEF-Fahrzeugerhaltung“  realisiert werden. Zuerst wurde die von ihm im Jahre 1966 gegründete Sammlung „Wiener Tramwaymuseum“ als VEF-Arbeitsgruppe eingegliedert. Sein erster und damals einziger Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe „Wiener Tramwaymuseum“ war Alfred Fleissner, der spätere Gründer der „Museumstramway St. Pölten“ und der „Interessengemeinschaft Museumstramway Mariazell“. 

Obwohl von seiten der Mehrheit der Funktionäre und vieler der sich an Verbandsabenden „profilierender“ Mitglieder des VEF dem ganzen Komplex wenig „Gegenliebe“ entgegengebracht wurde, war es das Bestreben von Portele, die de facto von ihm privat unternommenen und finanzierten Schritte in Richtung auf Sammlung historischer Schienenfahrzeuge vor der Öffentlichkeit als Arbeitsgruppe unter die Marke „VEF“ zu stellen, um dem VEF Ansehen zu verschaffen. 

Andererseits verhielt sich der VEF der Sammlung gegenüber nach wie vor ablehnend, was  im Fehlen jeglicher finanzieller oder organisatorischer Unterstützung zum Ausdruck kam und letztendlich Ende 1971 zum Beschluss des VEF-Vorstandes zur organisatorischen Trennung von der Arbeitsgruppe „Wiener Tramwaymuseum“ führte, um sich keines finanziellen oder rechtlichen Risikos auszusetzen. 

Der Leiter der VEF-Fahrzeugerhaltung Ing. Helmut Portele versuchte trotzdem, gemeinsam mit dem damaligen VEF-Schriftführer und heutigen Präsident des VEF, Mag. Alfred Luft und dem Leiter des Feld- und Industriebahnmuseums Ing. Horst-Wilhelm Kurdiovsky, weiter die Erhaltung historisch und konstruktiv wertvoller Schienenfahrzeuge zu gewährleisten und in regelmäßigen Gesprächen mit dem Leiter des Österreichischen Eisenbahnmuseums der ÖBB Dipl-Ing.Dr. Max Schober Überzeugungsarbeit zu leisten. Einer der wichtigsten Mitstreiter war dabei auch der Chefredakteur der Zeitschrift „Eisenbahn“ Alfred Horn. 

Doch auch außerhalb des Eisenbahnmuseums und des VEF hatte sich die Zeit gewandelt. Die jahrelange Vorarbeit einiger Pioniere für eine Erhaltung von historischen Schienenfahrzeugen - als „Nostalgie“ noch nicht modern war - hatte sich gelohnt.
Überall in Österreich bildeten sich Gruppen, welche sich der musealen Betreuung von historischen Schienenfahrzeugen widmeten. 

Um die oft überschneidenden Arbeitsgebiete der einzelnen Gruppen in Bezug auf Erhaltung, Ersatzteilversorgung und Werbung für die einzelnen Projekte zu koordinieren wurde vom Leiter der VEF-Fahrzeugerhaltung am 20. November 1971 eine Arbeitstagung in Wien veranstaltet.

An dieser Veranstaltung nahmen neben dem Österreichischen Eisenbahnmuseum (ÖEM) – Dipl-Ing. René Desbalmes, der Club 760 – Ing. Friedrich Haftel, der Verein Kärntner Eisenbahnfreunde (VKEF) – Hansgeorg Prix, der Freundeskreis der Zillertalbahn (FZB) – Hellmut Dietscher, der Fremdenverkehrsverband Steyr (Steyrtalbahn) – Bürgermeister Josef Fellinger, der Museumsbahnbetrieb Montafon (MBM) – Ing. Karl Zwirchmayr, die VEF-Fahrzeugerhaltung Erzbergbahn – Mag. Horst Knely, die Fahrzeugerhaltung der Bregenzerwaldbahn – Wilhelm Galehr, der Steiermärkische Landesbahnen (StLB) - Dipl-Ing. Gerhard Mayr, die VEF-Fahrzeugerhaltung SVB und Stern & Hafferl –  Ing. Max Wagner, das Wiener Tramwaymuseum (WTM), das Tramway-Museum Graz (TMG) – Gerhard Schweyer, die Fahrzeugerhaltung Innsbruck – Walter Kreutz, die Museumstramway St. Pölten (MSP), das Feld- und Industriebahnmuseum (FIM) – Ing. Horst-Wilhelm Kurdiovsky und das Österreichische Museum für Feldbahnen (ÖMF) – Egon Charlemont, teil. 

Es war die erste Veranstaltung aller österreichischer Eisenbahnvereine zur Fahrzeug- und Museumsbahnerhaltung, welche in der Gründung einer Gemeinschaft von Partnervereinen unter Führung des VEF mündete. 

Das Mitteilungsblatt war seit Gründung des VEF die Zeitschrift „Eisenbahn“ (Herausgeber: Alois Ployer), ab 1970 die „VEF-Nachrichten“, dann 1974 der „Verkehrsreport“ und ab September 1975 das verbandseigene InformationsblattDie Schiene“. In diesem werden auch Mitteilungen aller Partnervereine veröffentlicht. 

Als nach langer Vorarbeit im Jahre 1972 das „Wiener Tramwaymuseum“ in der Halle 4 der Straßenbahnremise Ottakring als offizielles Wiener Museum eröffnet werden konnte, wurde als Voraussetzung für eine Unterstützung des Museums durch öffentliche Stellen die rechtliche Grundlage als selbstständiger Verein genannt. In Folge wurde zwischen den Wiener Stadtwerken und dem Verein „Wiener Tramwaymuseum“ ein Kauf- und Optionsvertrag über alle für die Sammlung zu erhaltenden Fahrzeuge der Wiener Verkehrsbetriebe abgeschlossen und damit insgesamt 154 Fahrzeuge vertraglich gesichert. Davon gingen leider viele Wagen durch verschiedene Umstände verloren. 

Im Jahre 1986 übersiedelte dann ein Teil, 1992 die gesamte Sammlung von Ausstellungsfahrzeugen und dazugehörigen Exponaten vom Bahnhof Ottakring in den ehemaligen Betriebsbahnhof Erdberg, wo sie nun unter Leitung der Wiener Verkehrsbetriebe (jetzt: Wiener Linien GmbH & Co KG) als „Wiener Straßenbahnmuseum“ - das größte auf einen Betrieb konzentrierte Stadtverkehrsmuseum der Welt - weiterhin öffentlich zugänglich ist.


Vom Klubwagen zum Sonderzugs-Betriebswagen 

Die beiden Klubwagen des VEF - WLB 200 und CMg 1607 - wurden, ihrer Aufgabe entsprechend,  ohne Inneneinrichtung erhalten. Der Hofsalonwagen WLB 200 hatte auch beim Kauf bereits keine elektrische Ausrüstung.

Für den Klubbetrieb wurden große Tische und Sessel beschafft, um den Platz so gut wie möglich nutzen zu können. Nach der Hinterstellung der Wagen im Wiener Tramwaymuseum im Jahre 1969 endeten auch die wöchentlichen Klubabende in diesen. Die Zusammenkünfte wurden, wie parallel schon immer üblich, in ein Restaurant verlegt. 

Nach Gründung des Vereins „Niederösterreichisches Lokalbahnmuseum“ (NÖLBM) durch Mag. Herbert Prowaznik im Jahre 1972, wurden die beiden Klubwagen LWP CMg 1607 und WLB 200 vom NÖLBM als Dauerleihgabe übernommen. 

Der Hofsalonwagen WLB 200 konnte nach Rekonstruktion in den Werkstätten der ISTG und WLB unter Verwendung von Ersatzteilen der ehemaligen Wiener Stadtbahnwagen N 2717 und n 5565 (Motore, Achsen, Schützensteuerung) im Juli 1977 als betriebsbereiter Triebwagen – später leider nicht mehr mit dem Original-Stromabnehmer - wieder bei den Wiener Lokalbahnen für Sonderfahrten in Betrieb genommen werden.

                               

Die Überstellung  des Hofsalonwagens WLB 200 vom WTM in Ottakring zur ISTG-Werkstätte in Inzersdorf erfolgte mit dem M-Triebwagen 4021 in der Nacht des 30. November 1973. 

                               

Der mit elektrischer Ausrüstung rekonstruierte Hofsalonwagen am 26.6.1977 mit dem Original "Berliner Bügel" [Bild links] und später - nach Bügelbruch - mit dem normalen Scherenstromabnehmer [Bild rechts].

Der Triebwagen der Wiener Straßenbahnstrecke der Lokalbahn Wien-Preßburg (LWP) CMg 1607 wurde vom NÖLBM an den Gründer und Leiter der „IG Museumstramway Mariazell“ Alfred Fleissner als Leihgabe übergeben, welcher den Wagen durch die Hauptwerkstätte der Brünner Verkehrsbetriebe, gemeinsam mit dem ehemaligen LWP-Beiwagen Ch 1531(1533), wieder in betriebsbereiten Zustand mit Inneneinrichtung restaurieren ließ.   

Der Beiwagen, zuletzt ÖBB-Kompressorwagen X 501.0107, welcher als Eigentum des Österreichischen Eisenbahnmuseums als Dauerleihgabe vom NÖLBM übernommen wurde, war der ehemalige Ch 1533 der Stadtstrecke der LWP. Durch diverse Umbauten und Anbringung einer normalen Zug- und Stoßvorrichtung durch die ÖBB war jedoch das Untergestell nicht mehr verwendbar.   

                          

Der ex LWP-Beiwagen Ch 1533 noch als Kompressorwagen ÖBB 959001 und  mit Straßenbahnkupplung am 23.2.1958 in Wien Ost [Bild links]. Der von der Hauptwerkstätte der Brünner Verkehrsbetriebe restaurierte Zug der LWP CMg 1607 + Ch 1531 [Bild rechts].

Glücklicherweise konnte mit Hilfe der Brünner Straßenbahnfreunde das Untergestell des im Jahre 1944 von der Deutschen Reichsbahn - gemeinsam mit den Triebwagen DRB ET 187.22 (ex CMg 1601), DRB ET  187.24 (ex CMg 1606),  DRB ET 187.26 (ex CMg 1608) und dem Beiwagen DRB EB 187.25 (ex Ch 1529) - im Bahnhof Frischau hinterstellten Beiwagens Ch 1531 (DRB EB 187.27) erworben werden und da auch der Wagenkasten fast einem Neubau entsprach, wurde der Wagen nach seinem Untergestell als Ch 1531 bezeichnet. 
Die Auslieferung des restaurierten Zuges der LWP CMg 1607 + Ch 1531 fand im Dezember 1996 statt. 


Eisenbahnmuseen und Museumsbahnen heute 

Viele der einst von VEF-Mitarbeitern gegründeten Sammlungen sind heute selbstständig. Heute gibt es viele Vereine und Gruppen, welche sich der Erhaltung von Museumsfahrzeugen und Museumsbahnen widmen. Allen voran der 1.ÖSEC mit dem „Eisenbahnmuseum Strasshof  (1984) – „Das Heizhaus“ - als Betreuer der meisten Fahrzeuge des Österreichischen Eisenbahnmuseums des Technischen Museums Wien, die „ÖGEG - Österreichische Gesellschaft für Eisenbahngeschichte“ (1974/1976) und die „Brenner & Brenner Dampflokomotiv-Betriebsgesellschaft“ des Ing. Edmund Brenner (1979), dem viele Dampfloks und Wagen ihre Betriebsfähigkeit verdanken -  und viele andere (siehe unter „Nostalgie“). Und selbst die ÖBB haben - spät aber doch – ihr Herz für die "Nostalgie“ entdeckt und wurden zum größten Veranstalter auf diesem Gebiet. 

Und der Geist der ersten Arbeitstagung der VEF-Fahrzeugerhaltung von 1971 und die damit verbundene Zusammenarbeit mit Partnervereinen ist geblieben und hat die Jahrzehnte überdauert.

Zu den österreichischen Partnervereinen des VEF zählen heute, neben der Betriebsgemeinschaft mit dem „WTM - Wiener Tramwaymuseum“, der „Club 56 – Eisenbahnfreunde Radkersburg“, der „Club 598 – Freunde der Ybbstalbahn in Waidhofen an der Ybbs, der „Club 760 – Verein der Freunde der Murtalbahn“ in Murau,  der „Club U44 – Freunde der Feistritztalbahn“ in Graz, dem „FIM - Feld- und Industriebahnmuseum“ in Freiland, die „ÖGEG - Österreichische Gesellschaft für Eisenbahngeschichte“ in Linz, der „ÖGLB - Österreichische Gesellschaft für Lokalbahnen“, der „StEF - Verein "Steirische Eisenbahnfreunde"  “ in Graz und der „VÖMEC – Verband österreichischer Modelleisenbahnclubs“.   

Nach wie vor kann der VEF auf eine umfangreiche Sammlung von Normalspur- (fünf Dampfloks - zwei davon [91.107 & B-n2t "Brünn"] betriebsfähig, 25 Loks mit Verbrennungsmotoren, einer Zweikraftlok, sechs E-Loks, einer Akku-Lok, zwei Dieseltriebwagen - einer davon [VT 41.03] betriebsfähig, 31 Reisezug-, 9 Dienst-/Postwagen und einer großen Zahl von Güterwagen und Spezialfahrzeugen) und Feldbahnfahrzeugen (600mm-Spurweite: fünf Dampfloks - drei davon betriebsfähig, 46 V-Triebfahrzeuge, fünf E-Triebfahrzeuge, eine Akku-Lok, eine Preßluftlok, 9 Personenwagen und verschiedene Güterwagen und Spezialfahrzeuge) im "Eisenbahnmuseum Groß Schwechat" (in den ehemaligen Zugförderungsanlagen der Lokalbahn Wien-Preßburg) verweisen. Und auch der Sonderzugsbetrieb der Arbeitsgruppe Straßenbahn des VEF, in der Betriebsgemeinschaft mit dem WTM, kann sich sehen lassen.

Einige Bilder von der Fahrzeugsammlung des Eisenbahnmuseums Groß Schwechat des VEF:

                         

Obwohl leider auch im Freien abgestellt, aber in gutem Zustand: der kkStB-Personenwagen BC 3517 [Bild links] und die Stern&Hafferl Bo'Bo' - Gleichstrom-E-Lok E 20 001 ex Wöllersdorfer Lok I (Baujahr 1915) [Bild rechts]. Positiv zu vermerken sind, neben den Personenwagen, auch die große Anzahl von erhalten gebliebenen Güterwagen und Spezialfahrzeugen.

                          

Die vielen im Freien abgestellten Fahrzeuge würden eine Halle verdienen. Oder sie müssten wenigstens "verpackt" werden. Hier der ÖBB-Triebwagen 5029.01 - dahinter der Speisewagen 2057 [Bild links] - und die ÖBB-Elektrolok 1161.020 [Bild rechts].

                          

Die 1'E-h2-Dampflokomotive  50.3670 (gebaut bei Skoda unter der Fabriks-Nummer 1199 im Jahre 1941) mit Mischvorwärmer wird ebenso hier erhalten, wie Motorturmwagen und Kleindieselloks. 

                             

Ein Einblick in die Museumswerkstätte zeigt nicht nur die in Arbeit befindliche 91.107, sondern auch die vorbildlichen Restaurierungsarbeiten am Personenwagen ex ÖBB Bi 46002 gebaut 1902 von Ringhoffer/Smichov für die Österreichische Nordwestbahn mit der Bezeichnung C 70 607.

                             

In der Halle gut geschützt: die Preßburgerbahnlok LWP Eg 2 (Baujahr 1912) und Preßburgerbahnvierachser [Bild links], der StEG-Personenwagen BC 1018 (Baujahr 1888) und der kkStB-Dienstwagen De 15151 (Baujahr 1890) [Bild rechts]. 

                             

                               

Am Samstag, 2. und Sonntag, 3. September 2000  feierte der VEF sein 50 Jahr-Jubiläum mit "Schwechater Dampftagen" im "Eisenbahnmuseum Groß Schwechat". Man konnte die Ausstellung - mit Videovorführung im Post-Dreiachser F3h 83000 - besichtigen, sich über die Leistungen in Fahrzeugerhaltung informieren und mit Feldbahnzügen, mit Dampfloks bespannt,  zwischen den Hallen pendeln. Ein Dampf-Sonderzug mit der 77.250 von Brenner&Brenner verkehrte zwischen dem Wiener Südbahnhof (Ost) und Groß Schwechat.

                             

Bei der VEF-Generalversammlung 1974 wurde, über Antrag von Ernst Kabelka, der Kauf der 1'C-n2vT-Lokalbahnlok beschlossen. Dieser hat nicht nur in der von ihm redigierten Zeitschrift "Schienenverkehr aktuell" die "Aktion 91" als Spendenaufruf ins Leben gerufen, sondern auch selbst großzügig gespendet. Das linke Bild zeigt den Zustand der 91.107 im Jahre 1974 abgestellt am Schrottgleis in Straßhof, das rechte Foto die verbandseigene 91.107 bei der 200. Sonderfahrt des VEF am 23. September 2000.

Wir wollten in diesem Beitrag den Schwerpunkt auf die museale Schienenfahrzeugerhaltung legen und die Personen nicht vergessen, die sich als Pioniere in der Anfangszeit verdient gemacht haben. Über die VEF-Sonderzüge, Vorträge und Mitgliederzusammenkünfte wurde und wird noch genug geschrieben werden, obwohl auch hier der VEF auf eine stolze Statistik verweisen kann. Mit 200 - in Worten: zweihundert - (die erste Spezial-Sonderfahrt war am 6. Oktober 1962 organisiert vom späteren VEF-Organisationsrefenten Ing. Hellmut Schwarz) und über 160 Schulfahrten (erste Schulfahrt am 26. Jänner 1964) wurde der VEF auch außerhalb der Eisenbahnfreunde-Szene bekannt. In diesem Zusammenhang darf auch auf die Leistungen des zweiten Organisationsreferenten Johann Kössner, welcher die meisten Sonderfahrten des VEF organisierte, nicht vergessen werden. 

Doch ein Teil der Zielsetzung ist leider im VEF vollkommen untergegangen: die Verkehrspolitik.
Aber auch hier gibt es inzwischen aktive Vereinigungen wie der „Verkehrsclub Österreich - VCÖ“ und der „Verein Fahrgast - Die österreichische Fahrgastvertretung“,  sowie die Zeitschriften „Der Spurkranz“ (ursprünglich -1967 - von Peter Pospischil & Peter Schmied, jetzt von Friedrich Rodt als Herausgeber) und „Eisenbahn“ Österreich (Alfred Horn) mit ihren verkehrspolitischen Beiträgen. 

Dieser Rückblick sollte möglichst objektiv sein und hat daher passagenweise auch Kritik anklingen lassen. Doch bei aller Kritik muss doch gesagt werden, dass "Fehler-Machen" zum "Mensch-Sein" einfach dazugehört und es hundertmal höher zu bewerten ist, wenn sich Menschen bemühen, etwas zu bewegen, als völlig fehlerfrei (?) zu sein, indem sie nichts tun. 

Dem VEF und seinen Mitarbeitern ist in Österreich viel zu verdanken und so bleibt abschließend nur noch diesem ältesten österreichischen Eisenbahnfreunde-Verein, dem „VEF – Verband der Eisenbahnfreunde“, zum 50-jährigen Bestehen alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft wünschen.  

 
 

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